Sonntag, 12. Juli 2015

Mehrkernprozessoren in Windows optimal konfigurieren

In den meisten neueren PCs und Notebooks stecken CPUs, die mit zwei, vier oder mehr Kernen ausgestattet sind (Mehrkernprozessoren). Mit der richtigen Software und den richtigen Einstellungen kann man mehr Leistung aus den CPUs und dem PC holen.
Die Rechenarbeit wird bei Mehrkern-CPUs auf die vorhandenen Kerne aufgeteilt. Da die Kerne parallel arbeiten, wird eine Aufgabe deshalb schneller als von einem Einkernprozessor mit derselben Taktfrequenz ausgeführt.

Zunächst sollte man prüfen, wie viele Kerne der im Rechner verbaute Prozessor hat. Dazu startet man den Task-Manager. Wenn man gleichzeitig die Tastenkombination Strg+Alt+Entf drückt, wird ein Menü angezeigt, in dem dieser gestartet werden kann. Jetzt bei Windows 7 auf „Task-Manager starten“ klicken, im Anschluß auf die Registerkarte „Leistung“. Hier ist auf die Anzeige unter „Verlauf der CPU-Auslastung“ zu achten.
Windows verteilt die anstehenden Aufgaben automatisch und gleichmäßig auf alle verfügbaren Kerne. Das sorgt für eine gleichmäßige Auslastung, kann aber zu Leistungsengpässen führen. Wenn man z.B. eine rechenintensive Software wie eine Videobearbeitung startet, die alle Kerne gleichmäßig auslastet, werden unter Umständen andere Programme ausgebremst. Um einen Kern für andere Anwendungen freizuhalten, sollte man die rechenintensive Software auf zwei oder drei Kerne beschränken. Die Auslastung steigt dann zwar auf 100%, doch der freie Kern steht voll der anderen Anwendung zur Verfügung. Etliche Programme unterstützen bereits von Haus aus Mehrkernprozessoren. Die Anzahl der benutzten Kerne einer CPU ist in den Einstellungen der Software vorgeben bzw. kann dort konfiguriert werden.

Wenn das verwendete Programme über keine Konfigurationsmöglichkeit über die Anzahl der zu benutzenden CPU-Kernen verfügt, kann man das kostenlose Tool Easytoolz nutzen. Damit kann man dem Programm einzelne Prozessorkernen zuordnen. Nach dem Download aus dem Internet und entpacken des Paketes in einen beliebigen Ordner kann das Programm sofort gestartet werden und ist dadurch im Info-Bereich rechts in der Taskleiste abgelegt. Nachdem man das Programmsymbol von Easytoolz in der Taskleiste mit der rechten Maustaste angeklickt hat, wählt man „CPU Affinity“. Hier ist auf „Hinzufügen“ zu klicken. Nun wählt man das Programm aus, das man in der Regel im Ordner „\Programme“ findet, und klickt auf „Öffnen“. Dann markiert man die Option „CPU“ und weist den gewünschten CPU-Kern zu. Abschließend mit “OK” bestätigen. Klickt man erneut auf „Hinzufügen“, kann man weitere Programme konfigurieren. Damit diese Einstellung nicht verloren geht, klickt man das Programmsymbol von Easytoolz in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an und markiert die Option „Autostart“. Damit wird Easytoolz bei jedem Windows-Start automatisch mit geladen.

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